Cannabis Outdoor Anbauen in Deutschland – Der Guide für Anfänger & Profis

Kurz vorab: Cannabis-Outdoor-Anbau ist in Deutschland seit dem 1. April 2024 für Erwachsene legal – bis zu 3 Pflanzen gleichzeitig, am eigenen Wohnsitz, mit Schutz vor Zugriff Dritter (besonders Minderjähriger). Die Outdoor-Saison läuft von Mai bis Oktober. Mit der richtigen Sortenwahl, Standort und Pflege erntest du im Herbst aromatische, sonnengereifte Blüten – ohne Stromkosten und Lampen. In diesem Guide bekommst du den kompletten Fahrplan: Recht, Standort, Sortenwahl, Saisonkalender, Pflege, Schimmelmanagement und Ernte.

Outdoor-Anbau auf einen Blick

Faktor Wert / Empfehlung
Erlaubte Pflanzen pro Erwachsenen 3 weibliche, blühende Pflanzen gleichzeitig
Saison in Deutschland Mai bis Oktober (regional unterschiedlich)
Optimale Lichtstunden 6–8 h direkte Sonne pro Tag
Standort-Ausrichtung Süd oder Südwest
Topfgröße Mind. 20 Liter, besser 30–50 Liter
Empfohlene Sortenart Autoflower und schimmelresistente Photoperioden
Erntemenge je Pflanze 50–500 g getrocknet, je nach Sorte und Bedingungen

Rechtslage 2026: Was du dürfen darfst

Seit dem Konsumcannabisgesetz (KCanG) vom 1. April 2024 ist der private Eigenanbau für Erwachsene erlaubt. Diese Regeln gelten 2026 unverändert:

Was erlaubt ist

  • Eigenanbau am Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt
  • Maximal 3 weibliche, blühende Pflanzen pro Erwachsenen gleichzeitig
  • Anbau im eigenen Garten, Balkon, Wintergarten oder Wohnung
  • Pflanzen dürfen sichtbar sein (z. B. von der Straße aus)
  • Besitz von 50 g getrocknetem Cannabis im privaten Wohnraum
  • Besitz von 25 g unterwegs in der Öffentlichkeit

Was verboten ist

  • Mehr als 3 blühende Pflanzen pro Person
  • Anbau in Schrebergärten oder Kleingärten
  • Anbau auf gepachtetem Land oder fremdem Grund
  • Weitergabe oder Verkauf der Ernte (auch verschenken)
  • Konsum in der Öffentlichkeit (mit Abstandsregeln)
  • Kein Schutz vor Zugriff durch Minderjährige
Wichtig: Die 3-Pflanzen-Grenze gilt pro volljähriger Person. In einem Haushalt mit zwei Erwachsenen sind also bis zu 6 Pflanzen erlaubt – jeder eigenverantwortlich für seine eigenen 3. Eindeutige Kennzeichnung der Pflanzen wird empfohlen, um im Zweifelsfall die Zuordnung zu beweisen.

Wohnsitz-Voraussetzung

Voraussetzung für den Eigenanbau ist ein Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland seit mindestens 6 Monaten. Touristen oder Personen, die nur kurzzeitig im Land sind, dürfen nicht anbauen.

Stand der Rechtsprechung

Erste Gerichtsurteile haben bestimmte Aspekte präzisiert. Das Amtsgericht München hat 2024 entschieden, dass Pflanzen sogar auf öffentlich einsehbaren Fensterbänken zulässig sind, solange ein „sichtbarer Schutzmechanismus gegen Fremdzugriff“ gegeben ist. Das OLG Stuttgart hat klargestellt, dass das Überschreiten der 3-Pflanzen-Grenze auch bei „Freundschaftspflege“ eine Straftat darstellt – sich also nicht auf die Drei-Pflanzen-Regel mehrerer Bekannter zu berufen.

Outdoor vs. Indoor: Direkter Vergleich

Kriterium Outdoor Indoor
Stromkosten Praktisch keine Lampen, Lüftung, ggf. Klimaanlage
Investition Niedrig (Töpfe, Erde, Sichtschutz) Höher (Growbox, Lampe, Lüftung)
Erntemenge Potenziell sehr hoch (bis 500 g je Pflanze) Kontrolliert, meist 50–150 g je Pflanze
Ernten pro Jahr Meist 1, mit Autoflower 2 möglich 3–5 möglich (ganzjährig)
Wetterabhängigkeit Stark – Regen, Wind, Frost als Risiko Keine
Schimmel-Risiko Höher (feuchter Herbst) Kontrollierbar
Diskretion Geruch nach außen, sichtbar Mit Aktivkohlefilter komplett geruchsneutral
Aufwand Saisonal hoch, Winter Pause Konstant mittel

Standortwahl: Garten, Balkon, Terrasse

Der Standort entscheidet über Erfolg oder Misserfolg deiner Outdoor-Saison. Drei Hauptkriterien:

Sonne

6–8 Stunden direkte Sonne pro Tag sind ideal. Süd- oder Südwest-Ausrichtung. Halbschatten geht, reduziert aber Ertrag und Qualität.

Wind

Etwas Wind ist gut – stärkt den Stamm und reduziert Schimmel. Sturm-Lagen vermeiden. Eckiger Hauswand-Schutz ist optimal.

Wasser

Erreichbar mit Gießkanne oder Schlauch. Bei Dürreperioden im Sommer brauchen die Pflanzen täglich Wasser.

Garten

Der ideale Standort, wenn vorhanden. Die Pflanzen können direkt ins Beet (sehr große Erträge möglich) oder in Smart-Pots gesetzt werden. Begleitpflanzung mit Tomaten, Mais oder hohen Stauden bietet natürlichen Sichtschutz und passt botanisch gut zusammen. Ein Maschendrahtzaun mit abschließbarem Tor erfüllt den Zugriffsschutz.

Balkon

Funktioniert gut, vorausgesetzt: Süd- oder Südwest-Ausrichtung, Sichtschutzmatten oder Paravents montiert, große Töpfe (mindestens 20 Liter). Bei starkem Sturm oder Hagel solltest du die Pflanzen kurzzeitig hereinholen können – Autoflower-Sorten sind tendenziell robuster.

Terrasse / Wintergarten

Ideal für Einsteiger, weil natürlicher Witterungsschutz vorhanden ist. Glasdächer können auch das Lichtspektrum etwas filtern – das ist meist kein Problem für die Pflanzen, reduziert aber den Ertrag minimal.

Nicht erlaubt: Schrebergärten, Kleingartenvereine und gemeinschaftliche Parzellen sind ausdrücklich vom KCanG ausgeschlossen. Auch der Anbau auf gepachtetem oder geliehenem Grund ist verboten – selbst mit Erlaubnis des Eigentümers. Der Anbau muss am eigenen Wohnsitz erfolgen.

Sichtschutz und Zugriffsschutz richtig umsetzen

Hier wird gerne verwechselt: Das KCanG verlangt keinen Sichtschutz – die Pflanzen dürfen sichtbar sein. Was es verlangt, ist Zugriffsschutz vor Dritten, insbesondere Minderjährigen. Trotzdem ist Sichtschutz aus praktischen Gründen meistens sinnvoll.

Pflicht: Zugriffsschutz

  • Maschendrahtzaun um den Garten
  • Abschließbares Gartentor
  • Im Mietshaus: Balkon mit hoher Brüstung
  • Gewächshaus mit Schloss
  • Bei Kindern im Haushalt: zusätzliche Sicherung

Empfohlen: Sichtschutz

  • Sichtschutzmatten (Bambus, Schilf, PVC)
  • Hohe Begleitpflanzen (Sonnenblumen, Mais, Hopfen)
  • Rankgitter mit Kletterpflanzen
  • Paravents auf dem Balkon
  • Heckenpflanzungen (Liguster, Thuja)

Ein praktischer Vorteil von Sichtschutz: Er reduziert Konflikte mit Nachbarn, beugt Diebstahl vor und mindert Diskussionen mit der Polizei bei Routineanfragen.

Deutsches Klima verstehen

Cannabis stammt ursprünglich aus subtropischen Regionen. In Deutschland ist die Wachstumssaison kürzer und das Wetter wechselhafter – das beeinflusst Sortenwahl und Timing.

Region Saisonstart Erntefenster Besonderheiten
Süddeutschland (Bayern, BW) Mitte Mai Mitte Sept – Anf. Okt Längere, wärmere Saison; viel Sonne
Westdeutschland (NRW, Hessen) Mitte Mai Ende Sept – Mitte Okt Wechselhaft, regenreich – schimmelresistente Sorten wichtig
Norddeutschland (HH, NDS, SH) Ende Mai Anf. Okt – Mitte Okt Kürzere Saison, mehr Wind, Küstenklima
Ostdeutschland (Sachsen, Berlin) Mitte/Ende Mai Mitte Sept – Anf. Okt Trockener, kontinentales Klima
Eisheiligen beachten: Die letzten Frostnächte (sog. Eisheiligen) fallen meist auf den 11.–15. Mai. Davor sollten Sämlinge nicht ungeschützt nach draußen. Wer früher pflanzt, riskiert Frostschäden – auch in milden Jahren.

Die besten Outdoor-Sorten für Deutschland

Nicht jede Sorte kommt mit dem deutschen Klima klar. Wichtig sind: schimmelresistent, frühblühend oder schnell, kompakter Wuchs (gegen Wind und Sicht).

Autoflower – die einsteigerfreundliche Wahl

Autoflower-Sorten sind in Deutschland besonders beliebt für Outdoor, weil sie unabhängig vom Lichtzyklus blühen. Das hat drei Vorteile:

  • Schneller Lebenszyklus (8–12 Wochen Total) → früher ernten, weniger Wetterrisiko
  • Kompakter Wuchs (60–120 cm) → gut versteckbar, weniger Sichtschutz nötig
  • Zwei Ernten pro Saison möglich (Mai-Juli und Juli-Oktober)

In unserem Sortiment findest du eine kuratierte Auswahl an Autoflower-Samen – darunter Klassiker wie White Widow Auto, Wedding Cake Auto und Tropical Purple Auto, die alle für mitteleuropäisches Klima geeignet sind.

Photoperioden – mehr Ertrag, mehr Anspruch

Klassische, photoperiodische Sorten reagieren auf den Lichtzyklus und blühen, wenn die Tage kürzer werden – also ab Ende Juli, Anfang August. Vorteile: Größerer Wuchs (1,5–3 m), höhere Erträge, mehr Sortenauswahl. Nachteile: Längere Wachstumszeit, höheres Wetterrisiko in der Blütephase.

Für Outdoor in Deutschland besonders gut geeignet sind:

  • Indica-dominante Sorten (kompakter, robuster, schneller)
  • Schimmelresistente Genetik (z. B. Northern Lights, Critical Kush)
  • Frühblüher („Early Skunk“, „Frisian Dew“)

Alle feminisierten Photoperioden-Sorten in unserem Sortiment liefern ausschließlich weibliche Pflanzen – wichtig, weil männliche Pflanzen die Blüten der weiblichen befruchten und damit den Ertrag mindern würden.

Fast-Flowering – das Beste aus beiden Welten

Fast-Flowering-Sorten sind eine Kreuzung aus Photoperiode und Autoflower. Sie blühen photoperiodisch, aber etwa 2 Wochen früher als klassische Photoperioden – ideal für Regionen mit kurzem Sommer. Schau in unsere Fast-Flowering-Auswahl für Sorten, die speziell für mitteleuropäische Bedingungen optimiert sind.

Saisonkalender: Wann was tun?

Monat Photoperiode Autoflower
März / April Indoor unter Lampe vorziehen, Sämlinge groß ziehen Vorbereitung, Equipment besorgen
Mitte Mai (nach Eisheiligen) Nach draußen umsetzen, abhärten Direkt nach draußen säen oder umtopfen
Juni Vegetatives Wachstum, viel Düngen, Stützen aufbauen Vegetative Phase + Beginn Vorblüte
Juli Übergang zur Blüte (ab Ende Juli) Vollblüte, leichte Düngung
August Vollblüte, Buds entwickeln sich Erste Autoflower können geerntet werden (8 Wochen-Sorten)
September Buds reifen, Trichome werden milchig Späte Autoflower-Ernte
Oktober Hauptsaison Ernte Letzte späte Sorten
November–April Pause / Indoor-Saison Pause / Indoor-Saison

Vorbereitung: Boden, Töpfe, Equipment

Boden und Substrat

Cannabis braucht lockeren, nährstoffreichen Boden mit guter Drainage. Drei Optionen:

Hochwertige Cannabis-Erde

Vorgemischt, oft schon vorgedüngt für die ersten 4–6 Wochen. Ideal für Anfänger.

Eigene Mischung

2 Teile gute Bio-Erde, 1 Teil Perlite (Drainage), 1 Teil Kompost. Mit Wurmhumus aufpeppen.

Direkt ins Gartenbeet

Funktioniert, wenn der Gartenboden locker und gut drainiert ist. Vorher umgraben und mit Kompost anreichern.

Topfgröße

Faustregel: Je größer der Topf, desto größer die Pflanze und der Ertrag.

  • Mindestens 20 Liter für Autoflower
  • 30–50 Liter für mittelgroße Photoperioden
  • 50+ Liter oder direkt ins Beet für große Photoperioden
  • Smart-Pots / Stofftöpfe (Air-Pots) sind ideal – sie verhindern Wurzelkreisen und sorgen für bessere Belüftung

Was du sonst noch brauchst

  • Gießkanne oder Bewässerungsschlauch
  • Bambusstäbe oder Tomatenstäbe als Stütze
  • Kabelbinder oder Pflanzenschnur
  • Pflanzendünger (Bio oder synthetisch, je nach Vorliebe)
  • Lupe oder USB-Mikroskop für Trichom-Kontrolle bei der Ernte
  • Gartenschere für die Ernte

Wer parallel auch Indoor anbauen will (z. B. um den Winter zu überbrücken), findet in unserem Grow-Zubehör-Sortiment alles Nötige – von Hygrometern über Lüfter bis zu pH-Messgeräten.

Pflege während der Saison

Gießen

Häufige Anfängerfrage: „Wie oft gießen?“ Die ehrliche Antwort: Es kommt drauf an. Faustregeln:

  • Erde fühlt sich oben trocken an, im Topf merkbar leichter → gießen
  • Bei Hitze und Sonne: meist täglich, im Hochsommer auch zweimal
  • Bei kühlem, regnerischem Wetter: alle 2–4 Tage
  • Morgens oder abends gießen, nicht in der Mittagssonne
  • Bodennah gießen, nicht über die Blätter
Wichtigster Fehler: Übergießen ist häufiger ein Problem als zu wenig Wasser. Wenn die Wurzeln dauerhaft nass stehen, faulen sie. Lieber einmal zu wenig als ständig zu viel – die Pflanze regeneriert besser von kurzem Wassermangel als von Wurzelfäule.

Düngen

Cannabis ist eine „Starkzehrer“-Pflanze. Während der Saison werden grob drei Phasen unterschieden:

Phase Was die Pflanze braucht Empfehlung
Sämling (1–3 Wochen) Kaum Dünger Vorgedüngte Anzuchterde reicht
Wachstumsphase (3–8 Wochen) Stickstoff-betont (NPK 3-1-2 ungefähr) Bio-Dünger, Brennnesseljauche, Wurmhumus
Blütephase (8 Wochen bis Ernte) Phosphor & Kalium-betont (NPK 1-3-2) Bio-Blütedünger, Knochenmehl, Holzasche
Letzte 1–2 Wochen vor Ernte Spülen mit klarem Wasser Kein Dünger mehr, „Flushing“

Stützen und Hochbinden

Während der Blütephase werden die Buds schwer, die Äste können brechen. Bambusstäbe oder Tomatengitter (Yoyo-Netze) stützen die Äste. Bei stürmischem Wetter kann das den Unterschied zwischen Ernte und Schaden ausmachen.

Schimmel und Schädlinge: Vorbeugen und behandeln

Das größte Risiko beim deutschen Outdoor-Anbau: Schimmel in der späten Blütephase. Im September/Oktober wird’s feucht und kühl – ideale Bedingungen für Botrytis (Grauschimmel). So beugst du vor:

Vorbeugung

  • Schimmelresistente Sorten wählen
  • Standort mit guter Luftzirkulation
  • Pflanzen lichten (innere Blätter entfernen, „Lollipopping“)
  • Nicht zu dicht pflanzen
  • Bei Regen nach Möglichkeit abdecken

Erkennen

  • Graue, watteartige Beläge in den Buds
  • Verfärbte, welke Blätter mitten im Bud
  • Süßlicher, modriger Geruch
  • Buds fühlen sich innen weich an

Häufige Schädlinge im Outdoor-Anbau

Schädling Erkennen Bekämpfung
Blattläuse Kleine grüne/schwarze Punkte auf Blattunterseiten, klebrige Blätter Neem-Öl-Sprühen, Marienkäfer, Brennnesseljauche
Spinnmilben Feine Spinnweben, gelbe Punkte auf Blättern Hohe Luftfeuchtigkeit, Neem-Öl, Raubmilben
Raupen Angefressene Blätter, kleine Kotkrümel Absammeln, Bacillus thuringiensis (BT)
Schnecken Schleimspuren, abgefressene Sämlinge Schneckenkorn, Bierfallen, Kupferband um Töpfe

Ernte: Wann und wie?

Den richtigen Zeitpunkt erkennen

Der zuverlässigste Indikator sind die Trichome – die kleinen Harzdrüsen auf den Buds. Mit Lupe oder USB-Mikroskop prüfen:

Klare Trichome Noch unreif, weiterwachsen lassen
Milchig-trübe Trichome Optimaler Erntezeitpunkt für die meisten Sorten
Bernsteinfarbene Trichome Späte Reife, mehr körperbetonter Charakter

Zusätzliche Reifesignale: vergilbende Blätter, eingerollte Blütenblätter und das volle, charakteristische Sortenaroma.

Ernte Schritt für Schritt

  1. Morgens ernten: Optimalerweise frühmorgens, bevor die Sonne die Terpene reduziert.
  2. Ganze Äste oder einzelne Buds: Mit scharfer Gartenschere abschneiden.
  3. Maniküre: Große Blätter entfernen (sog. „Wet Trim“), kleinere Zuckerblätter dranlassen oder erst nach dem Trocknen entfernen (Trocken-Trim, aromaschonender).
  4. Zum Trocknen aufhängen: Kopfüber an eine Schnur oder ein Gitter, in einem dunklen, luftigen Raum.

Nach der Ernte: Trocknen und Lagerung

Trocknen und Curing entscheiden über die Endqualität. Nach der Ernte etwa 7–14 Tage trocknen:

  • Temperatur: 18–22 °C konstant
  • Luftfeuchte: 50–60 %
  • Komplett dunkel
  • Sanfte indirekte Luftzirkulation
  • Kein Föhn, kein Ofen, keine Beschleunigung

Detaillierte Anleitung für Trocknen und Curing findest du im Beitrag Cannabis trocknen: Anleitung für aromatische Buds.

Alles für deinen Outdoor-Grow

Hochwertige Samen, Anzuchterde, Stützen und Equipment – bei Natur-Breit findest du, was du für eine erfolgreiche Outdoor-Saison brauchst.

Zu den Cannabis-Samen

Die 10 häufigsten Outdoor-Fehler

1. Zu früh nach draußen

Vor Eisheiligen (Mitte Mai) drohen Frostnächte. Geduld zahlt sich aus.

2. Falsche Sortenwahl

Tropische, lange-Saison-Sorten werden in Deutschland nicht reif.

3. Zu kleine Töpfe

Unter 20 Liter wird die Pflanze klein und unproduktiv. Lieber zu groß als zu klein.

4. Übergießen

Häufiger Killer als Trockenheit. Oben antrocknen lassen, dann gießen.

5. Schatten-Standort

Cannabis braucht 6–8 h direkte Sonne. Halbschatten = halber Ertrag.

6. Schlechtes Stützen

Schwere Buds + Wind = abgebrochene Äste. Frühzeitig stützen.

7. Schimmel ignorieren

Kleine Schimmelstellen sofort entfernen, sonst breitet er sich aus.

8. Zu spät ernten

Im feuchten Oktober wird das Schimmelrisiko hoch. Trichom-Check ist Pflicht.

9. Falsche Düngung

Frischer Stallmist verbrennt Wurzeln. Lieber milden Bio-Dünger.

10. Kein Plan B

Plötzlicher Wetterumschwung? Pflanzen sollten kurzfristig bewegbar sein.

Häufige Fragen

Wie viele Cannabis-Pflanzen darf ich Outdoor anbauen?

Maximal 3 weibliche, blühende Pflanzen pro volljähriger Person gleichzeitig. In einem Haushalt mit zwei Erwachsenen sind also bis zu 6 Pflanzen erlaubt – jeder eigenverantwortlich. Sämlinge zählen erst, wenn sie blühen, aber Vorsicht: einige Staatsanwaltschaften legen das streng aus.

Darf ich im Schrebergarten Cannabis anbauen?

Nein. Schrebergärten und Kleingartenvereine sind ausdrücklich vom KCanG ausgeschlossen. Der Anbau muss am Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt erfolgen – das schließt gepachtete Flächen aus.

Brauchen Outdoor-Pflanzen einen Sichtschutz?

Sichtschutz ist rechtlich keine Pflicht – die Pflanzen dürfen sichtbar sein. Pflicht ist aber Zugriffsschutz: Dritte, vor allem Minderjährige, dürfen nicht an die Pflanzen gelangen. Ein Maschendrahtzaun mit abschließbarem Tor reicht meist aus. Sichtschutz ist trotzdem empfehlenswert – wegen Diebstahl, Nachbarschaftskonflikten und Diskretion.

Wann fängt die Outdoor-Saison in Deutschland an?

Mitte Mai, nach den Eisheiligen (11.–15. Mai). Davor besteht Frostgefahr. Wer früher startet, sollte die Pflanzen nachts ins Haus holen können oder mit einem Frühbeet/Gewächshaus arbeiten.

Welche Sorten sind für Deutschland am besten geeignet?

Schimmelresistente, frühblühende und kompakte Sorten. Autoflower-Sorten sind besonders einsteigerfreundlich, weil sie schnell reif werden und unabhängig vom Lichtzyklus blühen. Bei Photoperioden eignen sich Indica-dominante Genetiken wie Northern Lights oder schimmelresistente Hybriden wie „Frisian Dew“ oder „Early Skunk“ gut.

Wie viel Ertrag kann ich von einer Outdoor-Pflanze erwarten?

Stark variabel je nach Sorte, Standort und Pflege. Realistische Erwartungen: Autoflower 50–150 g getrocknet, Photoperioden 100–500 g getrocknet pro Pflanze. Bei optimalen Bedingungen (großer Topf, viel Sonne, gute Genetik) sind auch über 500 g je Pflanze möglich.

Was passiert, wenn meine Nachbarn sich beschweren?

Cannabis riecht in der Blütephase intensiv. Nachbarn können Geruchsbelästigung anzeigen, aber rein rechtlich gilt das BGB (§ 906) – „unwesentliche Beeinträchtigungen“ müssen geduldet werden. Trotzdem empfehlenswert: das Gespräch suchen, Sichtschutz aufbauen, möglichst weit weg von der Grenze pflanzen.

Kann ich Outdoor und Indoor parallel anbauen?

Ja, aber die 3-Pflanzen-Grenze gilt insgesamt – nicht 3 Indoor + 3 Outdoor. Pro Person dürfen es nie mehr als 3 blühende Pflanzen gleichzeitig sein, egal wo sie stehen.

Was tun bei Frost im Frühjahr oder Herbst?

Im Frühjahr: Pflanzen abends ins Haus holen oder mit Vlies abdecken. Im Herbst: Bei Frostgefahr früher ernten – auch wenn die Trichome noch nicht ganz reif sind. Frostschäden machen die Buds wässrig und glasig.

Müssen die Pflanzen weiblich sein?

Wenn du Buds ernten willst: Ja. Männliche Pflanzen produzieren nur Pollen, keine harzigen Blüten – und sie befruchten alle weiblichen Pflanzen in der Nähe, was deren Ertrag stark mindert. Feminisierte Samen sind die einfachste Lösung: aus ihnen wachsen praktisch nur weibliche Pflanzen.

Was mache ich im Winter, wenn keine Outdoor-Saison ist?

Drei Optionen: Pause machen (am einfachsten, aber kein Ertrag), Indoor-Anbau in einer Growbox mit LED-Lampen (ganzjährig möglich, aber Stromkosten und Investition), oder vorbereitende Arbeiten für die nächste Saison (Sortenrecherche, Equipment besorgen, Boden vorbereiten).

Sind Cannabis-Samen legal kaufbar?

Ja. Cannabis-Samen sind in Deutschland als EU-zertifizierte Hanfsamen frei verkäuflich. Bei uns findest du Autoflower, feminisierte und Fast-Flowering-Sorten. Wichtig: Die Samen dürfen laut KCanG nur aus EU-Mitgliedstaaten importiert werden.

Stand: April 2026. Die Inhalte fassen den aktuellen Stand des KCanG sowie die übliche Outdoor-Anbaupraxis in Deutschland zusammen. Cannabis-Anbau ist nur für volljährige Personen mit Wohnsitz in Deutschland erlaubt.
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