hhc-p Struktur Formel

HHC-P

⚠️ HHC-P ist in Deutschland verboten (seit 27. Juni 2024): Durch die 5. NpSG-Änderungsverordnung wurde HHC-P dem Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz unterstellt. Verkauf, Besitz und Erwerb sind strafbar. Als legale Alternative führen wir HCT Vapes und HCT Öl.

HHC-P (kurz für Hexahydrocannabiphorol) galt von 2022 bis Juni 2024 als eines der potentesten legal verfügbaren Cannabinoide in Deutschland. Es basiert auf THC-P, einem 2019 entdeckten Cannabinoid, und wird halbsynthetisch aus Hanfextrakten hergestellt. In diesem Ratgeber erfährst du alles über HHC-P: seine chemische Struktur, den rechtlichen Status, Unterschiede zu HHC und welche legalen Alternativen es heute gibt.

Was ist HHC-P?

HHC-P ist ein halbsynthetisches Cannabinoid, das im Labor aus THC-P (Tetrahydrocannabiphorol) durch einen Prozess namens Hydrierung hergestellt wird. Dabei werden Wasserstoffatome an das Molekül angefügt, was die chemische Stabilität erhöht.

Der Name setzt sich zusammen aus:

  • Hexahydro- → Hinweis auf sechs zusätzliche Wasserstoffatome (Hydrierung)
  • Cannabi- → aus der Cannabis-Familie
  • Phorol → bezieht sich auf die Phenolgruppe im Molekül

Die erste bekannte wissenschaftliche Beschäftigung mit ähnlichen Verbindungen geht auf den amerikanischen Chemiker Roger Adams im Jahr 1942 zurück. Der kommerzielle Vertrieb von HHC-P begann jedoch erst um 2021 – nachdem THC-P 2019 von italienischen Forschern entdeckt und isoliert wurde.

Die chemische Struktur von HHC-P

HHC-P hat die chemische Summenformel C24H38O2. Das Molekül besteht aus:

  • 24 Kohlenstoffatomen
  • 38 Wasserstoffatomen
  • 2 Sauerstoffatomen

Das entscheidende Merkmal von HHC-P ist die verlängerte Alkylkette: Während HHC eine Seitenkette mit fünf Kohlenstoffatomen hat, besitzt HHC-P eine Kette mit sieben Kohlenstoffatomen. Genau diese zwei zusätzlichen Kohlenstoffatome unterscheiden die beiden Cannabinoide strukturell.

Die Seitenkette bestimmt maßgeblich, wie stark ein Cannabinoid an die Cannabinoid-Rezeptoren (CB1 und CB2) im Endocannabinoid-System bindet. Eine längere Kette bedeutet in der Regel eine stärkere Bindungsaffinität.

HHC-P vs. HHC im Strukturvergleich

Eigenschaft HHC HHC-P
Summenformel C21H32O2 C24H38O2
Seitenkette (C-Atome) 5 7
Herstellungsausgangsstoff THC (aus CBD) THC-P (aus CBD)
CB1-Bindung (EC50, 9R-Isomer) 101 nM 44,4 nM
Erste Vermarktung 2022 (Europa) 2021

Die CB1-Bindungsaffinität ist ein Maß dafür, wie gut ein Molekül an die CB1-Rezeptoren andockt. Je niedriger der EC50-Wert, desto stärker die Bindung. HHC-P dockt mit 44,4 nM etwa 2,3-mal stärker an CB1-Rezeptoren an als HHC mit 101 nM.

Wie wird HHC-P hergestellt?

Die Herstellung von HHC-P ist ein mehrstufiger chemischer Prozess, der ausschließlich im Labor stattfindet. Er läuft folgendermaßen ab:

  1. Extraktion von CBD: Aus Nutzhanfpflanzen wird zunächst Cannabidiol (CBD) extrahiert. CBD ist in diesen Pflanzen in höheren Konzentrationen enthalten und dient als Rohstoff.
  2. Umwandlung in THC-P: Durch eine säurekatalysierte Zyklisierung wird CBD zu THC-P umgewandelt. Dieser Schritt erfordert präzise Laborbedingungen.
  3. Hydrierung zu HHC-P: Das THC-P wird mit Wasserstoffgas unter hohem Druck und mit einem Metallkatalysator (meist Palladium oder Nickel) behandelt. Wasserstoffatome lagern sich an das Molekül an.
  4. Reinigung: Das fertige HHC-P wird durch Filtration und weitere Reinigungsschritte von Katalysator-Rückständen und Nebenprodukten befreit.

Ergebnis: Ein dickflüssiges, zähes Öl, das als Grundstoff für Vapes, Kartuschen oder Blüten-Besprühung verwendet wurde. In der Cannabispflanze selbst kommt HHC-P in relevanten Mengen nicht vor – es ist ein vollständig im Labor erzeugtes Cannabinoid.

HHC-P vs. andere Cannabinoide

HHC-P stand seit seiner Markteinführung oft im Vergleich mit anderen starken Cannabinoiden. Hier die wichtigsten Unterschiede:

HHC-P vs. THC-P

THC-P ist der direkte Vorgänger von HHC-P. Der Unterschied: HHC-P ist die hydrierte Form (mehr Wasserstoffatome). Das macht HHC-P chemisch stabiler und länger haltbar. Die CB1-Bindungsaffinität ist bei beiden sehr hoch – THC-P wurde von italienischen Forschern 2019 mit einer ca. 33-fach stärkeren CB1-Bindung als Delta-9-THC charakterisiert.

HHC-P vs. HHC

Der zentrale Unterschied liegt in der Seitenkette: 7 Kohlenstoffatome bei HHC-P, 5 bei HHC. Die CB1-Bindungsaffinität ist bei HHC-P etwa 2,3-fach höher als bei HHC. Beide Cannabinoide sind in Deutschland seit Juni 2024 verboten.

HHC-P vs. Delta-9-THC

HHC-P hat eine deutlich höhere CB1-Bindungsaffinität als Delta-9-THC (das klassische „THC“ aus Cannabis). In Nutzerberichten wurde HHC-P oft als um ein Vielfaches intensiver beschrieben – belastbare klinische Studien dazu fehlen aber weitgehend.

Die verschiedenen HHC-P Produktformen

Bevor das Verbot kam, wurde HHC-P in verschiedenen Darreichungsformen angeboten:

Verboten seit 06/2024

HHC-P Vapes

1ml Cartridges mit 510er Anschluss, gefüllt mit HHC-P Destillat und natürlichen Terpenen. Die beliebteste Form.

Verboten seit 06/2024

HHC-P Blüten

CBD-Blüten, die mit HHC-P Destillat besprüht wurden. In verschiedenen Sorten (Lemon Kush, Gelato, Maroc) verfügbar.

Verboten seit 06/2024

HHC-P Hash

Komprimiertes Harz mit HHC-P Anteil. Klassische Haschisch-Anwendung zum Rauchen oder Verdampfen.

Verboten seit 06/2024

HHC-P-O / HHC-P Varianten

Acetylierte Versionen (HHC-P-O) und Mischprodukte mit anderen Cannabinoiden.

Rechtsstatus von HHC-P in Deutschland

HHC-P ist in Deutschland seit dem 27. Juni 2024 verboten. Die 5. NpSG-Änderungsverordnung nahm HHC, HHC-P, HHC-O und THC-P gleichzeitig in die Liste der verbotenen Substanzen auf.

Seit dem Inkrafttreten gilt nach § 4 NpSG:

  • Herstellung ist strafbar
  • Handeltreiben ist strafbar
  • Einfuhr nach Deutschland ist strafbar
  • Inverkehrbringen (Weiterverkauf) ist strafbar
  • Besitz ist strafbar

Mögliche Strafen reichen von Geldstrafen bis zu Freiheitsstrafen von bis zu 3 Jahren. Bei gewerbsmäßigem Handel sind die Strafen deutlich höher.

Internationale Rechtslage

Auch außerhalb Deutschlands wurde HHC-P in vielen Ländern verboten:

Land Verbot seit
Frankreich 2023
Japan 6. Januar 2024
Österreich Vor Deutschland
Deutschland 27. Juni 2024

Was sind legale Alternativen zu HHC-P?

Nach dem HHC-P Verbot wechselte der Markt zunächst auf 10-OH-HHC und 10-OH-HHC-P (Metaboliten von HHC bzw. HHC-P). Diese wurden aber am 2. Dezember 2025 durch die 6. NpSG-Änderungsverordnung ebenfalls verboten.

Die aktuelle legale Alternative ist HCT, ein neu entwickeltes Cannabinoid, das nach aktuellem Stand nicht vom NpSG erfasst wird.

Unsere HCT-Produkte

HCT Vapes

1ml Cartridges mit 510er Anschluss, wie HHC-P Vapes – aber legal. Verfügbar in 8+ Sorten, laborgeprüft.

Zu den HCT Vapes →

HCT Öl

Decarboxyliertes Öl in 10ml-Braunglasflasche, ca. 250 Tropfen. Verfügbar in 10%, 20%, 40% Konzentration.

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Eigenanbau

Seit 1. April 2024 darfst du bis zu 3 Cannabispflanzen anbauen. Samen und Growbedarf bei uns.

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Chronologie: HHC-P und verwandte Cannabinoide

Jahr Ereignis
1942 Roger Adams beschäftigt sich mit verwandten Hydrierungsverbindungen
2019 THC-P wird in Italien entdeckt und isoliert
2021 HHC-P erscheint erstmals auf dem kommerziellen Markt (USA)
2022 HHC-P wird in Europa vermarktet
2023 Frankreich verbietet HHC-P
Januar 2024 Japan verbietet HHC-P
27. Juni 2024 HHC-P in Deutschland durch NpSG verboten
2. Dezember 2025 10-OH-HHC-P (Metabolit) ebenfalls verboten

Häufige Fragen zu HHC-P

Ist HHC-P 2026 noch legal?

Nein. Seit dem 27. Juni 2024 ist HHC-P in Deutschland durch die 5. NpSG-Änderungsverordnung verboten. Besitz, Handel und Import sind strafbar.

Was ist der Unterschied zwischen HHC und HHC-P?

Der zentrale Unterschied liegt in der Seitenkette: HHC hat fünf Kohlenstoffatome, HHC-P sieben. Diese strukturelle Abweichung führt dazu, dass HHC-P eine etwa 2,3-fach stärkere CB1-Bindungsaffinität hat als HHC.

Wie wird HHC-P hergestellt?

HHC-P wird im Labor hergestellt. Aus CBD aus Nutzhanf wird zunächst THC-P gewonnen (durch säurekatalysierte Zyklisierung), das anschließend mit Wasserstoff unter Verwendung eines Metallkatalysators (Palladium/Nickel) zu HHC-P hydriert wird. Abschließend erfolgt eine Reinigung.

Was ist THC-P und hängt es mit HHC-P zusammen?

THC-P (Tetrahydrocannabiphorol) ist der direkte chemische Vorgänger von HHC-P. Es wurde 2019 in Italien von Forschern an der Università di Modena e Reggio Emilia entdeckt. HHC-P entsteht durch Hydrierung (Wasserstoff-Anlagerung) an THC-P.

Kann HHC-P aus dem Ausland bestellt werden?

Nein. Der Import ist nach § 4 NpSG strafbar. Zollbehörden kontrollieren systematisch. Pakete werden beschlagnahmt, zusätzlich drohen Strafverfahren.

Welche Strafen drohen bei Besitz von HHC-P?

Besitz ist nach § 4 NpSG strafbar. Mögliche Strafen reichen von Geldstrafen bis zu Freiheitsstrafen von bis zu 3 Jahren. Bei gewerbsmäßigem Handel sind die Strafen deutlich höher.

Ist HHC-P im Drogentest nachweisbar?

Ja. HHC-P wird als Cannabinoid-Metabolit in Drogentests erfasst. Die meisten Tests reagieren auf allgemeine Cannabinoid-Metaboliten, nicht speziell auf HHC-P. Bei regelmäßigem Konsum kann HHC-P bis zu 30 Tage im Urin und 1-3 Tage im Blut nachweisbar sein.

Gibt es legale Alternativen mit ähnlicher Intensität?

Ja. HCT ist ein neu entwickeltes Cannabinoid, das nach aktuellem Stand nicht vom NpSG erfasst wird. Es wird bei Natur-Breit als Vape und als Öl angeboten. Die strukturelle Grundlage unterscheidet sich von HHC-P, sodass HCT nicht unter die aktuellen Verordnungen fällt.

War HHC-P stärker als Delta-9-THC?

Die CB1-Bindungsaffinität von HHC-P ist höher als bei Delta-9-THC. Das bedeutet: HHC-P dockt stärker an die Rezeptoren an. Nutzerberichte beschrieben HHC-P als deutlich intensiver als klassisches THC, belastbare klinische Studien dazu sind aber rar.

Kommt HHC-P in der Cannabispflanze vor?

Nein, nicht in nennenswerten Mengen. HHC-P ist ein halbsynthetisches Cannabinoid, das ausschließlich im Labor hergestellt wird. Der Ausgangsstoff CBD stammt zwar aus Nutzhanf, HHC-P selbst ist aber ein Laborprodukt.

Fazit

HHC-P war von 2022 bis Juni 2024 eines der potentesten legal verfügbaren Cannabinoide in Deutschland. Strukturell unterscheidet es sich von HHC durch eine verlängerte Alkylkette mit sieben statt fünf Kohlenstoffatomen, was eine stärkere CB1-Bindung zur Folge hat. Seit dem 27. Juni 2024 ist HHC-P in Deutschland verboten.

Wer heute eine legale Alternative sucht, wird bei unserem HCT-Sortiment fündig – als Vapes mit 510er Cartridges oder als Öl in verschiedenen Konzentrationen. Wer lieber auf Eigenanbau setzt: Seit dem 1. April 2024 ist der Anbau von bis zu drei Cannabispflanzen legal. Samen und komplette Grow-Ausstattung findest du ebenfalls in unserem Shop.

→ HCT Vapes → HCT Öl → Cannabis-Samen